Willkommen

 

Ohne lange auszuholen: ich schreibe, ich schreibe gerne, ich schreibe viel und ich schreibe, weil es gar nicht anders geht. 

Doch das geschieht nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern ich gestalte Lesungen, veröffentliche Lyrik und Krimi und bin als Dozentin für kreative Schreibprozesse - auch auf der Basis der Poesie- und Bibliotherapie - tätig.  Sie finden diese Aktivitäten und einiges mehr auf den folgenden Seiten.

 


Aktuell



Lesungen aus dem Krimi Mordssüsse

 

1. August 2017, 20:00 Uhr, Einlass: 19:30 Uhr

Stadtbibliothek Langenfeld, Flügelsaal im Kulturzentrum

Hauptstr. 131, 40764 Langenfeld

 

 

Rezensionen



FOto-Lyrik-Kalender 2018

Dieser Kalender ist ein besonderes Projekt: Für alle Texte dienten Zitate verschiedener amerikanischer Indianervölker als Inspiration. Die zugehörigen Fotografien sind in den Bundesstaaten Arizona und Utah entstanden, in denen bis heute Angehörige einiger Stämme z.B. die Navajo, Hopi und Pima zu Hause sind. Usprünglich waren die USA natürlich komplett Indianerland, durch die europäische Besiedelung wurden allerdings viele Stämme verdrängt oder ausgerottet.
Gemeinsam waren und sind all diesen Völkern der Respekt vor der Natur und das Bewusstsein, dass auch der Mensch Bestandteil natürlicher Zyklen ist.

 

Format: DIN A3 | Papier: 250g Bilderdruck matt | Digitaldruck

Verkaufspreis: 20,00 €

Vorbestellungen per E-Mail sind möglich. Vorschau als pdf.



Gedicht des Monats

Der Juli

 

Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.

 

Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.

 

Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die zukünftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen regen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.

 

Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.

 

Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zerzaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.

 

Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht, durch den Schluß
des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.

 

Erich Kästner