Nicht vergessen

Liebe LeserInnen, in diesem Artikel des Blogs lehnen sich die Texte an das

Gedicht 'Ich vergesse nicht' von Rose Ausländer an - sich von Literatur zu eigenen Texten inspirieren zu lassen, ist ein gern genutzter Schreibimpuls.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Themen - lassen Sie sich überraschen!

 

Viel Freude!

Ihre Cornelia

 

dazu entstanden:

Nach Rose Ausländer

Ich vergesse nicht:

 

Das Haus meiner Kindheit am Rand einer norddeutschen Kleinstadt

Den im Krieg abwesenden Vater

Die elegante berufstätige Mutter

Den älteren Bruder und seine Gruselgeschichten

Die strenge Großmutter, die uns „dressierte“, ihr Ziel: wohlerzogene Kinder

Die vielgeliebte „Tante Änne“ im Kindergarten

Die „Prügelpädagogik“ der Grundschule, durch Fliegeralarm oft unterbrochen, daher

Die Frage, wie ich trotzdem ganz gut lesen, schreiben und rechnen lernte

Die gründlich verhasste und doch so notwendige Arbeit im Garten, und

Die ebenso gründliche Liebe zu den süßen Obsternten und ihren Produkten

Die Angst vor Plünderung und Brutalitäten der Sieger zum Kriegsende, und doch

Die ersten englischen Vokabeln: „Have you please some chocolate?“

Die langen Monate - Februar bis November 1945 - ohne Schule - aber

Die unglaubliche Freiheit unserer unbeaufsichtigten Spiele mit Freunden -

Die Abenteuerspielplätze: Straße, Bauernhöfe, Schwimmbad, Wiesen und Wald …

 

Eine Kindheit der Gegensätze

 

© Edith Lerch

 

 

„Ich vergesse nicht …“ (nach einem Gedicht von Rose Ausländer)

 

  Den Hunger, mit dem ich am Abend einschlief, 

Die Eisblumen am Fenster der unbeheizten Wohnung,

Das Rattern der Nähmaschine, an der Mutter den ganzen Tag saß.

Ich vergesse auch nicht die erste Schokolade, die erste Apfelsine,

Die mir ein amerikanischer Soldat schenkte.

 

  Ich vergesse nicht den Weg zur Schule,

Vorbei an Trümmergrundstücken,

In denen wir am Nachmittag spielten.

Ich vergesse nicht die „Schätze“, die wir dort fanden

Und gegen wenige Pfennige zum Schrotthändler brachten.

 

  Ich vergesse nicht die „Quäkerspeise“,

Die wir in der Schule zu Mittag erhielten,

Von der ich etwas mit nach Hause nehmen durfte.

Ich vergesse nicht das Fahrrad, dass ich zum 12. Geburtstag bekam,

Und die Radtouren mit Freunden zu Talsperren und Seen.

 

  Ich vergesse nicht den ersten Lehrlingstag in der Werkstatt,

Den ersten bescheidenen Lohn den ich nach Hause brachte,

Und die Möglichkeit mich nach der Arbeit duschen zu können.

Ich vergesse nicht die Samstage, wo wir uns im Schwimmbad austobten,

Und die Ferien auf einem Bauernhof im Sauerland.

 

  Ich vergesse nicht meine erste Tanzstunde,

Wie ich unbeholfen auf die Füße meiner Tanzpartnerin trat

Und bei der Damenwahl hoffte, dass die „Richtige“ zu mir käme.

Ich vergesse nicht, wie seltsam, doch beglückend es sich anfühlte,

Zum ersten Mal ein Mädchen im Arm zu spüren.

 

  Ich vergesse nicht, dass nun Jahrzehnte vergangen sind,

Angefüllt mit schönen und schmerzlichen Erinnerungen.

Und ich manchmal wünsche: „Traum verweile, du warst so schön!“

Ich vergesse nicht meine Jahre als Entwicklungshelfer am Amazonas in Peru,

Es kommt Wut in mir auf, sehe ich die Zerstörung der Regenwälder.

 

© Lothar Lax

 

 

Fotos

 

Hab ich als Kind beschlossen glücklich zu sein?

Am liebsten wärs mir schon.

Auf dem Foto mit vier stehe ich allein.

Hab ich als Kind beschlossen glücklich zu sein?

Auf dem Foto mit vier seh ich aus wie ein Sohn.

Auf den späteren Fotos gemeinsam mit Liebsten als Frau

Hab ich beschlossen glücklich zu sein?

Am liebsten wärs mir schon.

 

© Katja Waldschmidt

Köln Sülz, den 13.4.21 

 

 

Ich vergesse nicht  (zu Rose Ausländer)

 

Ich vergesse nicht

die Kinderzeit

die sanften Hände meiner Mutter

das Streicheln über mein Haar

den Krieg der begann

das Heulen der Sirene

das Ausharren im Keller

die Geburt meiner Schwester

das Ende des Krieges

die Rückkehr des Vaters

den Abschluss der Schule

den Anfang des Berufs

das Kennenlernen meiner großen Liebe

das gemeinsame Leben bis ich alleine blieb

 

Ich vergesse nicht!

 

© Karolina Sinn

 

 

 

Was man nie vergisst

 

  Im Februar 1963, nach sechs Wochen auf See mit einem Frachtschiff von Genua nach Callao/Peru kam ich dort an.

Eine erlebnisreiche Reise war es gewesen! In zahlreichen Häfen hatten wir angelegt, um Waren und auch einige Passagiere aufzunehmen. Besonders interessant fand ich die Fahrt durch den Panamakanal, mit seinen zahlreichen Schleusen, aber auch den längeren Aufenthalt auf der Insel Curacao in der Karibik.

  Was war der Anlass für diese Reise?

 

  Da ich nach den Kindheitserlebnissen im Krieg nicht bereit war, Soldat zu werden und eine Waffe in die Hand zu nehmen, hatte ich mich entschlossen, einen Dienst als Entwicklungshelfer zu leisten - ohne Waffen. Die Ausbildung fand zunächst sechs Monate im Institut für Entwicklungshilfe in Köln statt. Daran schlossen sich drei Monate zum intensiven Sprachstudium in Madrid an. So auf Land, Leute und Sprache vorbereitet, verpflichtete ich mich für drei Jahre als Entwicklungshelfer in einem Urwaldkrankenhaus am Amazonas in Peru.

 

  Aus dem winterlichen Europa kam ich bei tropischen Temperaturen in Lima an. Aber das war noch gar nichts gegen die feucht-schwüle Hitze, die mich an meinem Arbeitsort in Pucallpa erwartete. Hier sollte sich nun zeigen, wie gut meine spanischen Sprachkenntnisse ankommen würden, auch wenn die meisten Mitarbeiter im Krankenhaus englisch sprachen. Es gelang sogar besser als gedacht, denn alle gaben sich Mühe, mir zu helfen, meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Weniger Probleme hatte ich mit meinen beruflichen Aufgaben im Krankenhaus. Dank meiner guten handwerklichen Ausbildung und der Kenntnisse aus der Fachschule für Technik konnte ich jetzt meine praktischen Fähigkeiten erweitern. Ich wurde für alle Bereiche eingesetzt, wie es einem Haustechnikerdienst entspricht.

 

  Neben der Arbeit blieb mir ausreichend Zeit, mich in Pucallpa und der näheren Umgebung von Yarinacocha, dem Dorf der Chipibo-Indianer umzusehen, täglich im Amazonas zu schwimmen und mich mit den Dorfkindern sogar in den Urwald zu wagen. In deutlicher Erinnerung ist mir dort der intensive, feucht-modrige Geruch der Bäume, entfernt verwandt mit Vanille, geblieben, die vielen Geräusche von Brüllaffen, Papageien und anderen Tieren, dazu das Plätschern der Wellen am Bootssteg.

 

  Mit einheimischen Führern besuchte ich auch von Cusco aus die verlassene Inka-Festung Machu-Picchu, die in 2.500 m Höhe auf einem Berg-Plateau liegt, im Tal vom Urubamba umflossen. Wir waren die einzigen Besucher - die Festung war damals nur in Fachkreisen bekannt, und es gab noch keine Touristenströme dorthin.

 

  Wenn ich jetzt in meinem Garten abends in den Himmel schaue, werde ich wieder daran erinnert, wie weitaus heller die Sterne in der absoluten Dunkelheit am Ufer des Amazonas leuchteten. Noch immer sehe ich das Kreuz des Südens vor mir. In Pucallpa herrscht jetzt Regenzeit, während es hier in Deutschland auf den Sommer zugeht.

 

Bitter schmerzt mich zwar der Verlust von einigen hundert Dias, die - aus welchen Gründen auch immer - mit der Zeit nur noch ein rotes Farbgemisch zeigen, auf dem leider nichts mehr zu erkennen ist. Doch geblieben ist die Erinnerung, die mir keiner nehmen kann.

 

© Lothar Lax

 

 

      Skizzen der Vergangenheit

 

 Ich schaue mir die Fotos aus früher Kindheit in der Vorkriegszeit an…

und muss immer wieder feststellen, sie lösen wirklich nur wenige Mosaiksteine eigener Erinnerung aus.

Die wenigen, eher banalen Momentaufnahmen, für die ich mich verbürge, sind zum Beispiel sonntägliche Badeausflüge, auch zusammen mit Nachbarskindern, zum Flüsschen Hase, das in mehreren Armen und vielen Windungen durch mein norddeutsches Heimatstädtchen Quakenbrück fließt. Ich schließe die Augen und sehe jetzt vor mir, wie mein älterer Bruder und ich während der Fahrt zu bestimmten Badeplätzen vergnügt die Handtücher aus den offenen Autofenstern flattern ließen. Dass ich das Autofahren gar nicht mochte und immer nur mühsam dazu zu überreden gewesen sein soll, daran erinnere ich mich wiederum überhaupt nicht. Es wurde mir aber so oft erzählt, dass ich es wohl glauben muss.

Sehr präzise sind hingegen meine Erinnerungen an ein weniger banales Badeerlebnis im Sommer 1939. Ich war vier Jahre alt und konnte noch nicht schwimmen. Da passierte es in einem unbeobachteten Moment, dass ich von einer seichten Stelle in tieferes Wasser abrutschte und unfreiwillig untertauchte. Noch immer habe ich das grünliche Wasser und die grünen Wedel der Wasserpflanzen vor Augen, die ich offenbar ganz entspannt und voller Faszination betrachtete, bis mich mein Vater hochriss und ich wieder Luft bekam. Vielleicht wäre ich damals glücklich ertrunken! Zumindest hinterließ das Unterwassererlebnis keinerlei bleibende Schäden. Ich hatte auch später niemals Angst vor Wasser und brachte mir mit sieben Jahren das Schwimmen und Tauchen selbst bei.

Vom Planschen in der Ostsee im selben Sommer am Strand von Warnemünde gibt mein Gedächtnis überhaupt nichts her. Aber dass ich im Hafen ganz hingerissen die Auf- und Abbewegungen der dort liegenden kleineren Schiffe beobachtete, ausgelöst durch den Wellenschlag der ein- und auslaufenden größeren Schiffe, vielleicht auch nur durch den einfallenden Wind, das weiß ich noch genau. Ich ahmte die Bewegungen mit dem Kopf nach. Und als wir ungefähr ein halbes Jahrhundert später zum ersten Mal nicht weit von jener Stelle entfernt mit unserem Segelboot im „Alten Strom“ lagen, kam dieses Erinnerungsbild sofort in erstaunlicher Schärfe wieder zurück.

Vom Wasser könnte ich noch viele, viele Geschichten erzählen.

 

© Edith Lerch 

 

 

Neptunbad

 

Es befindet sich in Köln-Ehrenfeld. Davor liegt der Neptunplatz, alles im Herzen meiner Kindheit. Auf dem Neptunplatz fand schon immer ein Wochenmarkt statt, den meine Mutter in strengem Wochenritual regelmäßig besuchte. Das Neptunbad auch, natürlich nicht ganz so zuverlässig, aber bestimmt mit großem Vergnügen. Immerhin hatte sie dort schwimmen gelernt, eine Fähigkeit, die ihre Generation zu der Zeit kaum beherrschte.

 

Das Neptunbad meiner Kindheit – Jugendstil, gebaut 1912 - nannte sich „Badeanstalt“ und bot laut Preistafel vielfältige Wasseranwendungen zu den zivilen Preisen der Nachkriegszeit. Brausebad 20 Pfennig, Wannenbad 50 Pfennig, Schwitzbad immerhin 2 Mark. Der Eintritt Schwimmbad für Kinder kostete 50 Pfennig, Erwachsene 1 Mark. Die Eintrittskarten kaufte man im Kassenhäuschen in der Eingangshalle, wo es schon überdeutlich nach Wasser und Chlor roch. Wer Glück hatte, bekam dann eine der Kabinen mit Ausgang direkt am Becken, sogar mit einer Spezialkeramik in der Wand zum Auswringen der Badesachen.

 

Das Schwimmbecken unter der hohen Glaskuppel maß vielleicht 20 mal 10 Meter, ein Drittel für Nichtschwimmer. Die Wasserfläche lag gefühlt einen Meter unter dem Beckenrand. Dafür war das rettende Ufer rundum mit einer leicht greifbaren Messingstange umgeben, und so alle 5 Meter ließ sich ein Spuckbecken erreichen.

 

Ich schildere das hier so genau, weil meine Mutter fand, dass ein Siebenjähriger durchaus schwimmen können sollte und sich jetzt die Sommerferien gut dafür eignen würden. So holte sie mich jeden Morgen sehr früh aus dem Bett, und um 7 Uhr zappelte ich schon im kalten Wasser des alt-ehrwürdigen Neptunbads. In der ersten Lektion gönnte sie mir noch für einen Groschen Leihgebühr einen Schwimmkork, wohl um zu sehen, ob ich die Froschbewegungen einigermaßen imitieren konnte. Sie war`s zufrieden, und am nächsten frühen Morgen fand ich mich schon ungefragt und schutzlos „im Tiefen“, also im „Dreimeterbecken“.

 

So ganz schutzlos war ich jedoch nicht, denn auf der einen Seite schwamm meine rabiate Mutter, und auf der anderen Seite befand sich ja die erwähnte Messingstange. Diese war aber nur anfangs zur zwingenden Nutzung der Spuckbecken erlaubt.

 

Tja, und so erlernte ich innerhalb weniger Tage, vermutlich mit bleibendem seelischen Schaden, das Brustschwimmen, den einzigen Stil, den meine Mutter je beherrschte. Und danach hatte ich immer mächtigen Frühstückshunger, was für mich in dem Alter sonst selten war. Und stolz war ich, ich glaube sogar verdient.

 

Das Neptunbad ist es jetzt so eine Art Wellnessanlage, blieb aber äußerlich erhalten. So wie der Wochenmarkt und meine Kunst Brust zu schwimmen.

 

© Dieter Metzmacher  / 2.21

 

 

Ich vergesse nicht meine Großmutter.

 

Meine Großmutter war keine Zigeunerin, gewiss nicht.

Obwohl, wenn ich es recht bedenke, hätte sie eine sein können.

Ich erinnere mich an ihr kohlrabenschwarzes Haar, ihre dunklen,

tief liegenden Augen, ihr spitzes Kinn, ihre rauchige Stimme(wohl von den vielen Zigaretten), ihr faltenreiches Gesicht, ihre runzeligen Hände.

Doch, doch sie hätte eine Zigeunerin sein können.

Sie wusste um ihr Aussehen und versuchte, damit ihre bescheidene Rente aufzubessern, als Wahrsagerin.

Hinter einem Tisch, auf dem eine bordeauxrote, mit winzigen silbernen Sternen besprenkelten Decke lag, die bis zum Boden reichte, saß sie und empfing ihre Kundschaft. Meist waren es Frauen, die etwas über ihre Zukunft erfahren wollten. Manchmal saß ich mucksmäuschenstill, in der Ecke des abgedunkelten Raumes, oder hockte unter dem Tisch und lauschte den Fragen und Antworten.

 

Es waren kluge Fragen, die meine Großmutter stellte, um etwas über ihre Besucher zu erfahren. Dann nahm sie eine Glaskugel, die durch ein kaltes Feuer von Innen erleuchtet wurde, in ihre Hände, bewegte sie hin und her und sagte wahr.

Einmal fragte ich sie, welche Bedeutung die Kugel habe und sie sagte: Manche Menschen brauchen solche mysteriöse Dinge um zu glauben.

Jedenfalls verließ nie eine Frau oder ein Mann ohne Zuversicht, ohne Trost und wohlgemeinte Ratschläge die Großmutter und auch nicht, ohne dafür bezahlt zu haben.

 

Eines Tages fragte ich die Großmutter, ob sie auch meine Zukunft voraussagen könne.

Aber ja, sagte sie, höre genau zu:

Du bist ein aufgeweckter Junge. Du wirst in der Schule sehr aufmerksam sein und viel lernen. Du wirst einen Beruf ergreifen, der dir zusagt und du wirst es durch Fleiß weit bringen.

Du wirst eine hübsche und kluge Frau heiraten und ihr werdet hübsche und kluge Kinder bekommen, die in einem guten Hause aufwachsen.

 

Und eines Tages wirst du in eine Schreibwerkstatt eintreten und eine Geschichte über deine Großmutter schreiben, die wahrsagen konnte.

 

© Franz Köhler 

 

Gegengedicht zu 'Die Stadt' von Theodor Storm

 

Das Dorf

 

Du grünes Tal – Du grünes Land

Inmitten liegt das Dorf

Die roten Ziegeldächer sonnenspiegelblank

Es rauscht der Wald ganz sacht

Die Nachtigall singt ihr Konzert

Selbst Herbstes Nacht so sternentrunken

Leises Rascheln und Gefunkel

 

Du grünes Tal – Du grünes  Land

Kein Zauber – Kein Lächeln fällt auf dich

Mein Herz du hast es nie besessen

Wie bin ich froh für mich

Dich zu verlassen – zu vergessen

 

© Erika Kind-Even 

 

 

Angeworben

 

Ausgewält

Ausgsucht

Ausgebildet

Ausgezeichnet

Ausgelernt

Ausgenutzt

Ausgelaugt

Ausgelutscht

Ausgemustert

Ausgetrieben

Ausgestossen

Ausgesetzt

--

Ausgespielt

 

© K. Waldschmidt, Köln Sülz 15.3.21

 

 

Gegengedicht zu ‚Seiltänzerin ohne Netz‘ von Mascha Kaléko

 

Das Seil so straff gespannt

Was soll uns schon geschehen?

Wir sind versichert

Wir sind sicher

Wir kommen und wir gehen

Und tanzen auf dem Seil des Lebens

Und unter uns die Schluchten

Wir gehen achtsam und die Angst geht mit

Und fallen wir

Fängt uns dann Jemand auf?

Uns und unsere Angst

Wir tanzen weiter

 

Das Leben lehrt uns

Vorsicht – Dankbarkeit – und vielleicht auch Demut

Wir sind nicht sicher sagt es uns

Hier und Dort

Gestern und Morgen

 

© Erika Kind-Even 

 

 

Manchmal bist Du

 

wie ein Licht in dunkler Nacht

wie ein Kind das Freude macht

wie ein tröstendes Wort bei Traurigkeit

wie ein kühler Regen bei Trockenheit

wie ein Pflaster das Wunden heilt

wie ein versöhnendes Wort nach heftigem Streit

nach erlittener Schmach zum Verzeihen bereit

 

Manchmal bist Du der Glaube an eine bessere Zeit 

 

© Franz Köhler

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